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Interview mit Holcims Cathleen Hoffmann zum ersten klimaneutralen Beton der Schweiz

15 Juli 2020

Mit der Unterstützung von South Pole hat Holcim den ersten klimaneutralen Beton der Schweiz lanciert. Erfahren Sie mehr dazu, wie dieser Meilenstein erreicht wurde im Interview mit Produktingenieurin Cathleen Hoffmann.



Bereits während ihres Bauingenieurstudiums arbeitete Cathleen Hoffmann als Maurerin und Trockenbauerin handwerklich auf verschiedenen Baustellen; nach ihrem Studiumabschluss war sie mehrere Jahre in der Bauausführung als Projektingenieurin tätig. Hier hauptsächlich in der Rohbauphase, so dass sie tagein, tagaus mit dem Baustoff Beton und dessen Zusammensetzung, Herstellung und Einbau konfrontiert war.

2001 zog sie von Deutschland in die Schweiz, um als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Betontechnologie zu arbeiten. Nach 10 Jahren in der angewandten Forschung wechselte Cathleen Hoffmann in die Industrie und begann ihre Tätigkeit als Produktingenieurin bei der Holcim (Schweiz), wo sie nun bereits seit 10 Jahren tätig ist.

Was reizt Sie an Ihrer Rolle und wie ermöglicht sie es Ihnen, Veränderungen voranzutreiben und zu bewältigen?

Ich schätze die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern und die Möglichkeit, das nachhaltige Bauen voranzutreiben. Projekte wie EvopactZERO zeigen, dass wir mit innovativen Ideen, unserem Wissen und langjähriger Erfahrung einen grossen Beitrag an eine nachhaltige Bauweise in der Schweiz leisten können.

Was sind Ihre Umwelt-/Nachhaltigkeitsprioritäten für die kommenden Jahre?

Holcim will bis 2050 klimaneutrale und vollständig rezyklierbare Baustoffe produzieren. Dieses Ziel erreichen wir, indem wir CO2 entlang der gesamten Wertschöpfungskette reduzieren, die Baustoffkreisläufe schliessen und Baustoffe effizienter einsetzen. Dabei verfolgen wir drei Ansätze: Wir erhöhen den Anteil an alternativen Roh- und Brennstoffen in der Klinkerherstellung, reduzieren ebenso den Anteil von energieintensivem Klinker in der Zementproduktion und vergrössern gleichzeitig den Anteil an rezykliertem Material in der Zement- und Betonproduktion. Mit der Entwicklung von Susteno und den daraus hergestellten Evopact-Betonen haben wir einen wichtigen Schritt in diese Richtung gemacht.

Was war der Ausschlaggeber für die Entwicklung eines klimaneutralen Betons?

Mit der Entwicklung von EvopactZERO, dem ersten klimaneutralen Beton der Schweiz, haben wir einen wichtigen Schritt zur Verwirklichung unserer Vision getan - bis 2050 klimaneutrale und vollständig rezyklierbare Baustoffe zu produzieren. Diese Zielsetzung liegt auch mir persönlich am Herzen.

Wie nehmen Ihre Kunden den klimaneutralen Beton an?

Erste Reaktionen waren sehr positiv und wir spüren eine steigende Nachfrage. Mit Produkten wie Susteno oder EvopactZERO reagieren wir auf veränderte Bedürfnisse in der Gesellschaft, geben dem Markt aber auch bewusst eine Stossrichtung vor.

Welche Bücher oder Artikel lesen Sie zur beruflichen Inspiration? Wer oder was inspiriert Sie?

Ich lese gerne den Tagesanzeiger und die NZZ. Des Weiteren liegt derzeit einiges an Fachliteratur zum Thema Bauphysik auf meinem Nachttisch. Für mich ist es unglaublich interessant, den Baustoff Beton ressourcenschonend und -effizient sowie CO2-reduziert aber dennoch so leistungsstark wie möglich zu gestalten; dies unter Berücksichtigung und Nutzung der physikalischen Grundlagen der Bautechnik.

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