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Eröffnung des Ceneri-Tunnels

8 September 2020
Auch für Holcim geht damit ein Stück Geschichte zu Ende: Über 18 Jahre lang hat das Unternehmen für den Gotthard-Basistunnel und ab 2010 für den Ceneri die Baustoffe produziert und geliefert. Die Anforderungen an die Logistik sowie an die Betonqualität verlangten dabei Höchstleistungen von den Holcim-Experten.

Am 4. September ist es soweit: Der Ceneri-Basistunnel wird als letztes Teilstück der NEAT eingeweiht und die SBB nimmt den Probebetrieb auf. Der Tunnel ist 15,4 Kilometer lang und führt von Camorino in der Magadinoebene nach Vezia (Sottoceneri). Seit 2010 war Holcim an der Materialbewirtschaftung massgeblich beteiligt und lieferte die gesamte Gesteinskörnung aus Hüntwangen und den Zement aus seinem Werk in Siggenthal.

Höchste Anforderungen an Logistik und Beton

Aufgrund der langen Transportwege erfolgte die Lieferung des Zements und der Gesteinskörnung per Bahn über die alte Gotthardstrecke. Da Tagesleistungen von bis zu 1000 Kubikmetern Beton anfielen und der Platz im Untertagebau sehr beschränkt war, mussten die Lieferungen jeweils “just in time” erfolgen.

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Das Kies wird per Bahn von Hüntwangen über die alte Gotthardstrecke zum Ceneri geliefert.
Neben einer perfekt funktionierenden Logistik wurden auch die Betontechnologen von Holcim gefordert: Die im Rohbau verwendeten Mischungen für Spritz- und Ortbeton mussten höchste Anforderungen an die Sulfatresistenz erfüllen, bei bis zu 45°C hohen Umgebungstemperaturen einsetzbar bleiben und eine Lebensdauer von 100 Jahren gewährleisten.


Bauherrschaft:  AlpTransit Gotthard AG
Ausführung Rohbau: Condotte Cossi
Unternehmer Bahntechnik: ARGE MonsCeneris; ARGE CPC
Ingenieure Rohbau: Consorzio DSPP; CIPM Consorzio Ingegneri Piano di Magadino; ITC
Ingenieure Fahrbahn: Basler & Hofmann AG; SNZ AG; IG Gobatech




Die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (NEAT)

Weitere Informationen zum Gesamtprojekt sind auf der Webseite des Bundesamts für Verkehr (BAV) verfügbar.

NEAT Projektinformation des BAV

Ausserdem mussten sie auch grossen statischen Belastungen und der hohen Luftfeuchtigkeit standhalten können - und dies über Jahrzehnte. Nicht zuletzt bedingte das Projekt, dass das Ausbruchmaterial des Tunnels als Gesteinskörnung im Beton wieder verwendet werden musste. Für die einzelnen Bauteile wurden deshalb von den Holcim Betontechnologen spezielle Beton-Rezepturen entwickelt, welche die Zusatzanforderungen der Bauherrschaft erfüllen.

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Betonanlage im Berg

Für die Produktion des Betons im Tunnelvortrieb betrieb Holcim unter anderem eine Ortbetonanlage unter Tage, die im 24-Stundenbetrieb 7 Tage die Woche produzierte. Diese bestand aus zwei unabhängigen Mischern, die je 80 Kubikmeter Beton pro Stunde herstellten. Über die gesamte Bauzeit produzierte die Anlage rund eine Million Kubikmeter Beton.

Holcim sichert die Betonqualität auch bei der festen Fahrbahn

Auch im Bereich der festen Fahrbahn wurde die Expertise von Holcim hinzugezogen: Das für diese Arbeiten beauftragte Konsortium stellte den Beton am Nordportal mit einer mobilen Anlage mit Holcim-Zement selbst her und transportierte es mit Bahnwagen an die Einbaustelle im Tunnel. Dank der Erfahrungen, die Holcim bereits im 57 Kilometer langen Gotthard-Basistunnel gesammelt hatte, erhielt sie den Auftrag für die Qualitätssicherung dieses anspruchsvollen Betons.

Grossprojekt Referenzprojekt Service Tiefbau

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