Holcim punktet mit integrierten Lösungen, Fachwissen und Spezialprodukten

Holcim punktet mit integrierten Lösungen, Fachwissen und Spezialprodukten

Von Mitte 2019 bis Ende 2020 erneuert die SBB die Bahnstrecke zwischen Zug und Arth-Goldau auf einer Strecke von 15 Kilometern. Neben der Trasse wurden gleichzeitig Tunnel, Brücken, Bahntechnik und Gleise saniert.
Holcim unterstützte das Grossprojekt mit integrierten Lösungen, Spezialprodukten und Fachwissen. Dabei standen Effizienz, Wirtschaftlichkeit und die Schonung der Ressourcen im Mittelpunkt.

Die vor über hundert Jahren erstellte Bahnstrecke am Ostufer des Zugersees liegt topografisch und raumplanerisch auf sensiblem Gebiet. Die grösste Herausforderung des Projekts waren die teils sehr engen Platzverhältnisse, die eine umso genauere Planung der einzelnen Arbeitsschritte und der Logistik nötig machten. Besonders beim Abtransport von Abbruchmaterial und bei der Anlieferung von Baustoffen konnte Holcim mit seinen individuellen Logistik- und Dienstleistungen punkten.

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Ausbruchmaterial wiederaufbereiten und Kreisläufe schliessen
Holcim organisierte den Abtransport von insgesamt 170’000 Tonnen Aushub sowie Abbruchmaterial aus Tunneln, von Bahntrassen und Mauern. Für den Transport dieser Menge Material waren 6’800 LKW-Fahrten nötig. Vor dem Abtransport wurde das Material von Experten für Umwelt- und Bodenkunde vor Ort analysiert und triagiert. Rund 6’000 Tonnen sauberes Fels- und Ausbruchmaterial bereitete Holcim im Werk Brunnen auf und nutzte es wieder für Koffermaterial. Die Wiederverwertung des Ausbruchmaterials schont Primärrohstoffe und spart Platz auf Deponien. Das Material, das nicht für die Weiterverwendung geeignet war, wurde entweder in unserem Kieswerk Brunnen deponiert oder auf einer Deponie fachgerecht entsorgt. Bei der Planung wurde auf möglichst kurze Transportwege geachtet.

14 verschiedene Gesteinskörnungen
Das Werk in Brunnen hat nicht nur Abbruchmaterial aufbereitet, sondern auch 14 verschiedene Sorten Gestein geliefert: unter anderem Schotter für Steinkörbe, frostsicheren Kies, Koffermaterial für den Bahntrassenbau, Filtermaterial und Brechschotter.

Labor vor Ort für Prüfung des Spezialbetons
Holcim lieferte ausserdem Magerbeton, Konstruktions- und Spritzbeton. Beim Tunnelbau kam ein selbstverdichtender, frostbeständiger Spezialbeton zum Einsatz. Um den Schalungsdruck möglichst gering zu halten, lag das Erstarrungsende bei 7 Stunden. Jede einzelne LKW-Ladung wurde vor dem Einbau nach Setzfliessmass und Luftgehalt überprüft. Dazu hat Holcim vor Ort ein Labor zur Verfügung gestellt. Insgesamt wurden 26’000 m3 Beton verbaut. Knapp ein Viertel davon war Recycling Magerbeton und rund die Hälfe des Konstruktionsbetons enthielt den ressourcenschonenden Zement Susteno.

Alles aus einer Hand
Für die ausführende Arbeitsgemeinschaft ARGE ZUGO waren in erster Linie das Gesamtkonzept mit verschiedenen Dienstleistungen, aber auch das technische Know-how und die Unterstützung bei technischen Fragen ausschlaggebend dafür, dass der Auftrag an Holcim vergeben wurde. “Dank unserer starken lokalen Verankerung konnten wir jedes Produkt - sogar alle Spezialprodukte - aus der Region beschaffen, entweder von unserem Werk in Brunnen, Küsnacht oder Cham”, sagt René Küng, Projektleiter und Technical Sales & Supply Chain Manager. “So war es auch möglich, den Grossteil der Abtransportfahrten nach Süden über Arth-Goldau zu organisieren und den Ballungsraum Zug zu umgehen.”


 
Interview mit Holcim Projektleiter René Küng, Technical Sales & Supply Chain Manager
“Es geht immer darum, die beste Lösung zu finden.”

Was war die grösste Herausforderung bei diesem Projekt?
Das Projekt war extrem komplex, was die Planung und Logistik betrifft.
Der Bauabschnitt war 15 Kilometer lang, zwischen Berg und See gelegen. Es gab also nur zwei Zufahrtswege für das gesamte Material, das jeden Tag abtransportiert und angeliefert werden musste. An Spitzentagen hatten wir 30 Lastwagen im Einsatz, die insgesamt 200 Bewegungen durchgeführt haben. Die Koordination der Materialströme war somit die grösste Herausforderung.

Welchen Stärken von Holcim konnten wir bei dem Projekt einbringen?
Wir konnten ein Gesamtkonzept anbieten. Als Projektleiter vor Ort war ich die erste Ansprechperson für den Kunden in Bezug auf die Logistik. Ich habe die An- und Ablieferungen für jeden Tag mit der Disponentin geplant und alles koordiniert.
Das hat dem Kunden eine Menge zeitintensiver Arbeit abgenommen. Ausserdem konnten wir als Holcim alle Materialien - inklusive der Spezialprodukte - aus der Region zur Verfügung stellen. Die kurzen Transportwege von unseren Werken zur Baustelle waren sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll.

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Was reizt dich an solch komplexen Projekten?
Mein Job ist jeden Tag anders; du weisst nicht, was dich erwartet. Es geht immer darum, Lösungen zu finden und für alle Beteiligten das Beste herauszuholen. Ein “Nein” gilt nicht. Es braucht immer eine Lösung. Und die kann ich bieten - dank meiner Erfahrung und meiner guten Kontakte. Das schätzt der Kunde extrem.




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