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Nachhaltiger Beton für CO2-neutralen Gebäudekomplex am Bodensee

28 Juli 2022
Die Forster Profilsysteme AG baut in Romanshorn mit Investitionen von mehr als 52 Millionen Franken einen Campus mit über 30‘000 Quadratmeter Nutzfläche. Der ab Ende 2023 bezugsbereite Neubau setzt neue Massstäbe in den Bereichen Nachhaltigkeit, Design und Technik. Als erstes Gewerbegebäude in der Schweiz wird der Campus die LEED-Zertifizierung nach dem besonders anspruchsvollen Gold-Level erhalten.

Mit einem Neubau ihrer Büro- und Produktionsgebäude vereint das Schweizer Unternehmen Forster Profilsysteme ihre bisherigen zwei Standorte in einem hochmodernen Gebäudekomplex in Romanshorn, der bis Juni 2024 bezugsbereit ist. Der Forster Campus besteht aus drei Gebäudeeinheiten: der grösste Baukörper bildet die Produktions- und Logistikhalle, angrenzend wird ein Technologiezentrum errichtet und zwischen den beiden Gebäuden entsteht ein Bürobau für die 130 Mitarbeitenden des Herstellers für Fenster-, Türen- und Fassadensysteme.


Nachhaltigkeit im Fokus


Der Forster Campus setzt nicht nur in Bezug auf Design und Technik neue Massstäbe, er erfüllt auch den hohen Nachhaltigkeitsanspruch der Bauherrschaft. So hat man sich beim Bau für Recyclingbeton von Holcim Schweiz entschieden, bei dem natürlicher Kies durch rezyklierte Gesteinskörnung ersetzt wird und somit Ressourcen geschont werden. «Mit der Lieferung von rund 5500 m3 Recyclingbeton mit einem Anteil von bis zu 50% Betongranulat liefert Holcim einen sehr nachhaltigen Konstruktionsbeton», erklärt Michael Krüsi, Verkaufsleiter der Region Nordostschweiz bei Holcim.


Recyclingbeton aus Rückbaumaterialien der Region


Der Beton für den Campusbau wird aus dem Holcim Werk Bürglen/TG geliefert. Das Werk betreibt auf seinem Areal einen integrierten Recyclingplatz für Misch- und Betonabbruch, um aus Rückbaumaterialien der Region hochwertige neue Baustoffe für den lokalen Markt zu produzieren. Das Recycling der Materialien leistet einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Bauen, indem Baustoffkreisläufe geschlossen und knapper Deponieraum im Kanton geschont werden. Auch in Sachen Logistik setzt die Holcim auf nachhaltige Lösungen. So werden die primären Gesteinskörnungen und der Zement umweltfreundlich per Bahn in die Betonwerke transportiert.


Steigende Nachfrage nach ressourcenschonenden Betonen


«Ressourcenschonender Beton wird bei lokalen Bauunternehmen immer beliebter. So spüren wir, wie die Nachfrage nach nachhaltigen Betonen stetig zunimmt - im Werk Bürglen wie auch in unseren anderen Betonwerken der Ostschweiz entfallen 40% unserer Gesamtproduktion auf Recyclingbetone» freut sich Michael Krüsi über die Entwicklungen in seinem Marktgebiet. Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil der Unternehmensstrategie von Holcim Schweiz. Die Baustoffherstellerin hat sich zum Ziel gesetzt bis 2050 klimaneutrale und vollständig rezyklierbare Baustoffe zu produzieren. Um diese Vision zu erreichen, reduziert Holcim entlang der gesamten Wertschöpfungskette CO2 und setzt auf innovative Lösungen, die die Kreislaufwirtschaft fördern. Für die Grossbaustelle in Romanshorn wird gerade eine Speziallösung entwickelt, um noch mehr nachhaltigen Beton in den Bau einbringen zu können. «In einer späteren Bauphase wird Monobeton für die Bodenplatten des Forster Campus benötigt. Aktuell entwickeln wir für diese Anwendung eine geeignete Betonsorte mit einem Anteil von 50% rezyklierter Gesteinskörnung» so Michael Krüsi. Durch den hohen Nachhaltigkeitsstandard wird der Forster Campus als erstes Gewerbegebäude der Schweiz mit der international renommierten LEED-Zertifizierung ausgezeichnet.



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